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dc.contributor.authorMüller, Thomas
dc.date.accessioned2025-03-07T17:41:00Z
dc.date.available2025-03-07T17:41:00Z
dc.date.issued2023
dc.date.submitted2024-07-08T16:23:01Z
dc.identifierONIX_20240708_9783034017350_166
dc.identifierhttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/91829
dc.identifier.urihttps://doab-dev.siscern.org/handle/20.500.12854/160503
dc.description.abstractDas ›Passional‹ ist das älteste und umfangreichste Verslegendar in deutscher Sprache. Es wurde um 1300 von einem anonymen Autor verfasst und wahrscheinlich durch den Deutschen Orden verbreitet. In insgesamt drei Büchern werden ein Marienleben, achtzehn Apostellegenden und diverse Heiligenlegenden vereint. Obwohl das ›Passional‹ einen weiten heilsgeschichtlichen Horizont eröffnet, stehen oft spezifische mediale Dynamiken im Vordergrund, die bislang in der Forschung noch wenig Beachtung fanden. Der vorliegende Band bietet eine Analyse exemplarischer Texte aus allen drei Büchern in medien- und diskurstheoretischer Perspektive. Dabei werden für das ›Passional‹ spezifische mediale Dynamiken herausgearbeitet: Legendarisches Erzählen mündet hier vielfach in Momente des Scheiterns, wodurch Geltung wiederholt infrage steht und immer wieder neu diskursiv behauptet werden muss. Kultische und heilsgeschichtliche Zentralmomente treten insofern in den Hintergrund, als die Texte verstärkt die Voraussetzungen ihres Medienwerdens reflektieren. Charakteristisch dafür sind im ersten Buch des ›Passionals‹ Momente der Hospitalität und der Hostilität in der Kindheit Jesu. Im zweiten Buch dominiert ein textuelles Changieren zwischen Nähe und Distanz, mit dem die apostolische Verkündigung umzugehen hat. Im dritten Buch kommen dann verstärkt Momente zum Zug, in denen die ausgestellte Redemacht der Heiligen textuell herausgefordert und dadurch diskursiv perpetuiert wird.
dc.languageGerman
dc.rightsopen access
dc.subject.otherHeiligenlegende
dc.subject.otherLegendar
dc.subject.otherMedientheorie
dc.subject.otherDiskurstheorie
dc.titleDie Macht der Rede
dc.title.alternativeMediale Dynamiken im ›Passional‹
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.33057/chronos.1735
oapen.relation.isPublishedBya4deb45a-4c15-4ebf-9dbf-bac60653cc71
oapen.relation.isFundedByc9fff097-a6b0-4c97-afcd-d033f5f27a3d
oapen.relation.isFundedBy07f61e34-5b96-49f0-9860-c87dd8228f26
oapen.relation.isbn9783034017350
oapen.collectionSwiss National Science Foundation (SNF)
oapen.place.publicationZürich
oapen.grant.number10BP12_221902
oapen.grant.programOpen Access Books
dc.relationisFundedBy07f61e34-5b96-49f0-9860-c87dd8228f26
dc.abstractotherlanguageDas ›Passional‹ ist das älteste und umfangreichste Verslegendar in deutscher Sprache. Es wurde um 1300 von einem anonymen Autor verfasst und wahrscheinlich durch den Deutschen Orden verbreitet. In insgesamt drei Büchern werden ein Marienleben, achtzehn Apostellegenden und diverse Heiligenlegenden vereint. Obwohl das ›Passional‹ einen weiten heilsgeschichtlichen Horizont eröffnet, stehen oft spezifische mediale Dynamiken im Vordergrund, die bislang in der Forschung noch wenig Beachtung fanden. Der vorliegende Band bietet eine Analyse exemplarischer Texte aus allen drei Büchern in medien- und diskurstheoretischer Perspektive. Dabei werden für das ›Passional‹ spezifische mediale Dynamiken herausgearbeitet: Legendarisches Erzählen mündet hier vielfach in Momente des Scheiterns, wodurch Geltung wiederholt infrage steht und immer wieder neu diskursiv behauptet werden muss. Kultische und heilsgeschichtliche Zentralmomente treten insofern in den Hintergrund, als die Texte verstärkt die Voraussetzungen ihres Medienwerdens reflektieren. Charakteristisch dafür sind im ersten Buch des ›Passionals‹ Momente der Hospitalität und der Hostilität in der Kindheit Jesu. Im zweiten Buch dominiert ein textuelles Changieren zwischen Nähe und Distanz, mit dem die apostolische Verkündigung umzugehen hat. Im dritten Buch kommen dann verstärkt Momente zum Zug, in denen die ausgestellte Redemacht der Heiligen textuell herausgefordert und dadurch diskursiv perpetuiert wird.
dc.grantprojectDie Macht der Rede. Mediale Dynamiken im ›Passional‹


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