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dc.contributor.authorTamcke, Martin,
dc.date.accessioned2025-03-08T05:10:52Z
dc.date.available2025-03-08T05:10:52Z
dc.date.issued2017
dc.date.submitted2018-01-20 23:55
dc.date.submitted2017-12-01 23:55:55
dc.date.submitted2019-11-28 13:54:33
dc.date.submitted2020-04-01T13:14:19Z
dc.identifier642550
dc.identifierOCN: 1030818086
dc.identifierhttp://library.oapen.org/handle/20.500.12657/30816
dc.identifier.urihttps://doab-dev.siscern.org/handle/20.500.12854/181161
dc.description.abstractDas Verhältnis von Deutschen und Russen wird oft im Kontext von Kriegen und politischen Spannungen thematisiert. Aber eine derartige Sicht trennt auch das, was verbindet. Tatsächlich hat es im Laufe der Jahrhunderte nicht nur wechselseitige starke Migrationsbewegungen gegeben (Deutschland war zunächst eines der bevorzugten Fluchtländer der russischen Flüchtlinge nach der Russischen Revolution, Russland zog zur Zeit der Zarin Katharina deutsche Aussiedler an), sondern immer haben beide Kulturen auch stark aufeinander gewirkt. Am Schicksal der Russlanddeutschen zeigt sich in besonderer Prägnanz Fluch und Segen einer Existenz zwischen den Kulturen. Hier kann der Blick einzelnen Russlanddeutschen (wie dem letzten lutherischen Pastor von Tomsk) oder grundsätzlichen Überlegungen zur Geschichte und zum Selbstverständnis der Russlanddeutschen gelten. Umgekehrt werden Migrantenschicksale deutlich, die gerade deren Situation zwischen den Kulturen zum Teil tragisch verdeutlichen (Henry von Heiseler, Alexander Schmorell), die Wirkung russischer Kultur auf die deutsche erörtert etwa der Aufsatz zur Dostojewskij-Rezeption der dialektischen Theologen, während die studentische Arbeit zu Dostojewskijs Gotteslästerungsthematik im Großinquisitor ein Stück heutiger Rezeption bietet. Die Schlagwörter Märtyrer und Migranten belegen die gegenwärtig die Gesellschaften in Deutschland und Russland unterschiedlich bewegenden Tendenzen öffentlicher bzw. kultureller Diskurse, deren direkte Vergleichbarkeit nicht von vornherein gegeben ist.
dc.description.abstractDas Verhältnis von Deutschen und Russen wird oft im Kontext von Kriegen und politischen Spannungen thematisiert. Aber eine derartige Sicht trennt auch das, was verbindet. Tatsächlich hat es im Laufe der Jahrhunderte nicht nur wechselseitige starke Migrationsbewegungen gegeben (Deutschland war zunächst eines der bevorzugten Fluchtländer der russischen Flüchtlinge nach der Russischen Revolution, Russland zog zur Zeit der Zarin Katharina deutsche Aussiedler an), sondern immer haben beide Kulturen auch stark aufeinander gewirkt. Am Schicksal der Russlanddeutschen zeigt sich in besonderer Prägnanz Fluch und Segen einer Existenz zwischen den Kulturen. Hier kann der Blick einzelnen Russlanddeutschen (wie dem letzten lutherischen Pastor von Tomsk) oder grundsätzlichen Überlegungen zur Geschichte und zum Selbstverständnis der Russlanddeutschen gelten. Umgekehrt werden Migrantenschicksale deutlich, die gerade deren Situation zwischen den Kulturen zum Teil tragisch verdeutlichen (Henry von Heiseler, Alexander Schmorell), die Wirkung russischer Kultur auf die deutsche erörtert etwa der Aufsatz zur Dostojewskij-Rezeption der dialektischen Theologen, während die studentische Arbeit zu Dostojewskijs Gotteslästerungsthematik im Großinquisitor ein Stück heutiger Rezeption bietet. Die Schlagwörter Märtyrer und Migranten belegen die gegenwärtig die Gesellschaften in Deutschland und Russland unterschiedlich bewegenden Tendenzen öffentlicher bzw. kultureller Diskurse, deren direkte Vergleichbarkeit nicht von vornherein gegeben ist.
dc.languageEnglish
dc.languageGerman
dc.rightsopen access
dc.subject.otherEurope
dc.subject.otherRussia
dc.subject.otherPaternoster
dc.subject.otherthema EDItEUR::J Society and Social Sciences
dc.titleEuropäische Interaktionsfelder - Erkundungen zu deutsch-russischen Beziehungen
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.17875/gup2017-1076
oapen.relation.isPublishedByaf9011e0-03b9-4a5c-9ae6-b9da4898d1b2
oapen.relation.isbn9783863953485
dc.abstractotherlanguageDas Verhältnis von Deutschen und Russen wird oft im Kontext von Kriegen und politischen Spannungen thematisiert. Aber eine derartige Sicht trennt auch das, was verbindet. Tatsächlich hat es im Laufe der Jahrhunderte nicht nur wechselseitige starke Migrationsbewegungen gegeben (Deutschland war zunächst eines der bevorzugten Fluchtländer der russischen Flüchtlinge nach der Russischen Revolution, Russland zog zur Zeit der Zarin Katharina deutsche Aussiedler an), sondern immer haben beide Kulturen auch stark aufeinander gewirkt. Am Schicksal der Russlanddeutschen zeigt sich in besonderer Prägnanz Fluch und Segen einer Existenz zwischen den Kulturen. Hier kann der Blick einzelnen Russlanddeutschen (wie dem letzten lutherischen Pastor von Tomsk) oder grundsätzlichen Überlegungen zur Geschichte und zum Selbstverständnis der Russlanddeutschen gelten. Umgekehrt werden Migrantenschicksale deutlich, die gerade deren Situation zwischen den Kulturen zum Teil tragisch verdeutlichen (Henry von Heiseler, Alexander Schmorell), die Wirkung russischer Kultur auf die deutsche erörtert etwa der Aufsatz zur Dostojewskij-Rezeption der dialektischen Theologen, während die studentische Arbeit zu Dostojewskijs Gotteslästerungsthematik im Großinquisitor ein Stück heutiger Rezeption bietet. Die Schlagwörter Märtyrer und Migranten belegen die gegenwärtig die Gesellschaften in Deutschland und Russland unterschiedlich bewegenden Tendenzen öffentlicher bzw. kultureller Diskurse, deren direkte Vergleichbarkeit nicht von vornherein gegeben ist.


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