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dc.contributor.authorMehr, Simone
dc.date.accessioned2025-03-08T09:52:59Z
dc.date.available2025-03-08T09:52:59Z
dc.date.issued2024
dc.date.submitted2024-02-23T13:30:29Z
dc.identifierONIX_20240223_9783111013244_40
dc.identifierhttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/87840
dc.identifier.urihttps://doab-dev.siscern.org/handle/20.500.12854/193162
dc.description.abstractThemistios, ein anerkannter Philosoph seiner Zeit, gilt als einer der erfolgreichsten Lobredner des 4. nachchristlichen Jahrhunderts. Lange Zeit wurde ihm vor allem die Rolle eines Regierungssprechers zugeschrieben und seine Behauptung, dass er den Kaiser als Philosoph lobt, für reine Rhetorik gehalten. Diese Arbeit geht unter der Prämisse des Akzeptanzmodells vor allem der Frage nach, wie der große Erfolg Themistios’ zu erklären ist, der immerhin Hauptredner auf vier aufeinanderfolgende Kaiser war. Die textnahe Untersuchung der Reden zeigt, dass sich Themistios als nicht-christlicher Philosoph stark von den neuplatonischen Philosophen seiner Zeit unterscheidet und vor allem diese Themistios abgesprochen haben, als Philosoph zu sprechen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Gruppe der nicht-christlichen Philosophen weniger homogen war als bisher vermutet, und es bei Themistios eine größere Nähe zu den christlichen Herrschaftsvorstellungen, gibt als bislang angenommen. Es zeigt sich, dass Themistios’ Vorstellung eines guten Herrschers mit dem der Neuplatoniker nicht zu vereinbaren ist und diese jedoch bei dem Gros der Eliten großen Anklang fand. Themistios kann damit als einer der ersten politischen Philosophen gelten. ; Themistios, ein anerkannter Philosoph seiner Zeit, gilt als einer der erfolgreichsten Lobredner des 4. nachchristlichen Jahrhunderts. Lange Zeit wurde ihm vor allem die Rolle eines Regierungssprechers zugeschrieben und seine Behauptung, dass er den Kaiser als Philosoph lobt, für reine Rhetorik gehalten. Diese Arbeit geht unter der Prämisse des Akzeptanzmodells vor allem der Frage nach, wie der große Erfolg Themistios’ zu erklären ist, der immerhin Hauptredner auf vier aufeinanderfolgende Kaiser war. Die textnahe Untersuchung der Reden zeigt, dass sich Themistios als nicht-christlicher Philosoph stark von den neuplatonischen Philosophen seiner Zeit unterscheidet und vor allem diese Themistios abgesprochen haben, als Philosoph zu sprechen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Gruppe der nicht-christlichen Philosophen weniger homogen war als bisher vermutet, und es bei Themistios eine größere Nähe zu den christlichen Herrschaftsvorstellungen, gibt als bislang angenommen. Es zeigt sich, dass Themistios’ Vorstellung eines guten Herrschers mit dem der Neuplatoniker nicht zu vereinbaren ist und diese jedoch bei dem Gros der Eliten großen Anklang fand. Themistios kann damit als einer der ersten politischen Philosophen gelten. ; Themistios, a recognised philosopher of his time, is regarded as one of the most successful eulogists of the 4th century AD. For a long time, the role of a government spokesman was attributed to him and his claim that he praised the emperor as a philosopher was considered pure rhetoric. Based on the premise of the acceptance model, this work primarily examines the question of how Themistios' great success can be explained, given that he was the main speaker for four successive emperors. The textual examination of the speeches shows that Themistios, as a non-Christian philosopher, differs greatly from the Neoplatonic philosophers of his time and that they in particular denied Themistios the right to speak as a philosopher. One result of the study is that the group of non-Christian philosophers was less homogeneous than previously assumed, and that Themistios was closer to Christian ideas of domination than previously assumed. It turns out that Themistios' idea of a good ruler cannot be reconciled with that of the Neoplatonists and yet it was very popular with the majority of the elites. Themistios can therefore be regarded as one of the first political philosophers.
dc.languageGerman
dc.relation.ispartofseriesMillennium-Studien / Millennium Studies
dc.rightsopen access
dc.subject.otherThemistius, 317-388
dc.subject.otherSpätantike
dc.subject.otherLatein / Literatur
dc.subject.otherPolitische Philosophie
dc.subject.otherLate Antiquity
dc.subject.otherLatin literature
dc.subject.otherpolitical philosophy
dc.subject.otherThemistios
dc.subject.otherthema EDItEUR::D Biography, Literature and Literary studies::DB Ancient, classical and medieval texts
dc.subject.otherthema EDItEUR::D Biography, Literature and Literary studies::DS Literature: history and criticism::DSB Literary studies: general::DSBB Literary studies: ancient, classical and medieval
dc.subject.otherthema EDItEUR::N History and Archaeology::NH History::NHC Ancient history
dc.subject.otherthema EDItEUR::Q Philosophy and Religion::QD Philosophy::QDH Philosophical traditions and schools of thought::QDHA Ancient Greek and Roman philosophy
dc.subject.otherthema EDItEUR::Q Philosophy and Religion::QD Philosophy::QDT Topics in philosophy::QDTQ Ethics and moral philosophy
dc.subject.otherthema EDItEUR::Q Philosophy and Religion::QR Religion and beliefs::QRM Christianity
dc.subject.otherthema EDItEUR::Q Philosophy and Religion::QR Religion and beliefs::QRA Religion: general::QRAX History of religion
dc.titleGanz Rhetor, ganz Philosoph – Themistios als Lobredner auf Valens
dc.title.alternativeEthik als göttliche Herrschaftslegitimation
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.1515/9783111013244
oapen.relation.isPublishedByaf2fbfcc-ee87-43d8-a035-afb9d7eef6a5
oapen.relation.isbn9783111013244
oapen.relation.isbn9783111012957
oapen.relation.isbn9783111013664
oapen.imprintDe Gruyter
oapen.pages270
oapen.place.publicationBerlin/Boston
dc.seriesnumber104
dc.abstractotherlanguageThemistios, ein anerkannter Philosoph seiner Zeit, gilt als einer der erfolgreichsten Lobredner des 4. nachchristlichen Jahrhunderts. Lange Zeit wurde ihm vor allem die Rolle eines Regierungssprechers zugeschrieben und seine Behauptung, dass er den Kaiser als Philosoph lobt, für reine Rhetorik gehalten. Diese Arbeit geht unter der Prämisse des Akzeptanzmodells vor allem der Frage nach, wie der große Erfolg Themistios’ zu erklären ist, der immerhin Hauptredner auf vier aufeinanderfolgende Kaiser war. Die textnahe Untersuchung der Reden zeigt, dass sich Themistios als nicht-christlicher Philosoph stark von den neuplatonischen Philosophen seiner Zeit unterscheidet und vor allem diese Themistios abgesprochen haben, als Philosoph zu sprechen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Gruppe der nicht-christlichen Philosophen weniger homogen war als bisher vermutet, und es bei Themistios eine größere Nähe zu den christlichen Herrschaftsvorstellungen, gibt als bislang angenommen. Es zeigt sich, dass Themistios’ Vorstellung eines guten Herrschers mit dem der Neuplatoniker nicht zu vereinbaren ist und diese jedoch bei dem Gros der Eliten großen Anklang fand. Themistios kann damit als einer der ersten politischen Philosophen gelten. ; Themistios, ein anerkannter Philosoph seiner Zeit, gilt als einer der erfolgreichsten Lobredner des 4. nachchristlichen Jahrhunderts. Lange Zeit wurde ihm vor allem die Rolle eines Regierungssprechers zugeschrieben und seine Behauptung, dass er den Kaiser als Philosoph lobt, für reine Rhetorik gehalten. Diese Arbeit geht unter der Prämisse des Akzeptanzmodells vor allem der Frage nach, wie der große Erfolg Themistios’ zu erklären ist, der immerhin Hauptredner auf vier aufeinanderfolgende Kaiser war. Die textnahe Untersuchung der Reden zeigt, dass sich Themistios als nicht-christlicher Philosoph stark von den neuplatonischen Philosophen seiner Zeit unterscheidet und vor allem diese Themistios abgesprochen haben, als Philosoph zu sprechen. Ein Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Gruppe der nicht-christlichen Philosophen weniger homogen war als bisher vermutet, und es bei Themistios eine größere Nähe zu den christlichen Herrschaftsvorstellungen, gibt als bislang angenommen. Es zeigt sich, dass Themistios’ Vorstellung eines guten Herrschers mit dem der Neuplatoniker nicht zu vereinbaren ist und diese jedoch bei dem Gros der Eliten großen Anklang fand. Themistios kann damit als einer der ersten politischen Philosophen gelten. ; Themistios, a recognised philosopher of his time, is regarded as one of the most successful eulogists of the 4th century AD. For a long time, the role of a government spokesman was attributed to him and his claim that he praised the emperor as a philosopher was considered pure rhetoric. Based on the premise of the acceptance model, this work primarily examines the question of how Themistios' great success can be explained, given that he was the main speaker for four successive emperors. The textual examination of the speeches shows that Themistios, as a non-Christian philosopher, differs greatly from the Neoplatonic philosophers of his time and that they in particular denied Themistios the right to speak as a philosopher. One result of the study is that the group of non-Christian philosophers was less homogeneous than previously assumed, and that Themistios was closer to Christian ideas of domination than previously assumed. It turns out that Themistios' idea of a good ruler cannot be reconciled with that of the Neoplatonists and yet it was very popular with the majority of the elites. Themistios can therefore be regarded as one of the first political philosophers.


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