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dc.contributor.authorRakin, Jelena
dc.date.issued2020
dc.date.submitted2021-03-15T13:42:03Z
dc.identifierONIX_20210315_9783741003431_58
dc.identifierhttps://library.oapen.org/handle/20.500.12657/47343
dc.identifier.urihttps://directory.doabooks.org/handle/20.500.12854/64005
dc.description.abstractDie nachträgliche Kolorierung des schwarzweißen Materials war in der Stummfilmepoche eine verbreitete Praxis. Die Filme wurden hand- oder schablonenkoloriert, viragiert und getont. Die häufig ostentativ ausgestellte Materialität der aufgetragenen Farbe stand in einem Spannungsverhältnis zum fotografischen Bild und bewirkte eine spezifische Dynamik zwischen dem Eindruck von Flächigkeit und Plastizität. Kolorierungen kamen in Serpentinentanzfilmen, den ornamentalen Motiven der Féerien, in Trickfilmen oder Moderevuen besonders zur Geltung. In dieser Hinsicht weisen die applikativen Farbtechniken des Films viele Parallelen zu anderen farbigen Bildmedien der Epoche auf (wie Gebrauchsgrafik oder Modeillustration). Zudem zeigt der kolorierte Film seine Nähe zur industrialisierten Ästhetik, vornehmlich zur visuellen Form kommerzieller Farbpaletten. In dieser Studie wird die farbige Fläche des kolorierten Films im Kontext einer intermedialen Geschichte des Ästhetischen untersucht. Farbe als Attraktion, ostentative Materialität und Element medialer Selbstreflexion der Kunst tritt aus dieser Perspektive als eine Sinnfigur der chromatischen Moderne und der populären visuellen Kultur des frühen 20. Jahrhunderts hervor.
dc.languageGerman
dc.relation.ispartofseriesZürcher Filmstudien
dc.rightsopen access
dc.subject.otherHardcover, Softcover / Sachbücher/Musik, Film, Theater
dc.subject.otherFilmgeschichte, Filmtheorie und Filmkritik
dc.subject.otherFreizeitgestaltung, Darstellende Kunst
dc.subject.otherBildmaterialität
dc.subject.otherFarbmuster
dc.subject.otherTrickfilm
dc.subject.otherSchablonenkolorierung
dc.subject.otherStummfilm
dc.subject.otherViragierung
dc.subject.otherthema EDItEUR::A The Arts::AT Performing arts::ATF Films, cinema::ATFA Film history, theory or criticism
dc.titleFilm Farbe Fläche.
dc.title.alternativeÄsthetik des kolorierten Bildes im Kino 1895-1930
dc.typebook
oapen.identifier.doi10.23799/9783741003431
oapen.relation.isPublishedBy5b80c228-3393-4862-a8e9-6c35a63484f1
oapen.relation.isFundedBySchweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung
oapen.relation.isbn9783741003431
oapen.collectionSwiss National Science Foundation (SNF)
oapen.pages296
dc.relationisFundedBy07f61e34-5b96-49f0-9860-c87dd8228f26
dc.seriesnumber44
dc.abstractotherlanguageDie nachträgliche Kolorierung des schwarzweißen Materials war in der Stummfilmepoche eine verbreitete Praxis. Die Filme wurden hand- oder schablonenkoloriert, viragiert und getont. Die häufig ostentativ ausgestellte Materialität der aufgetragenen Farbe stand in einem Spannungsverhältnis zum fotografischen Bild und bewirkte eine spezifische Dynamik zwischen dem Eindruck von Flächigkeit und Plastizität. Kolorierungen kamen in Serpentinentanzfilmen, den ornamentalen Motiven der Féerien, in Trickfilmen oder Moderevuen besonders zur Geltung. In dieser Hinsicht weisen die applikativen Farbtechniken des Films viele Parallelen zu anderen farbigen Bildmedien der Epoche auf (wie Gebrauchsgrafik oder Modeillustration). Zudem zeigt der kolorierte Film seine Nähe zur industrialisierten Ästhetik, vornehmlich zur visuellen Form kommerzieller Farbpaletten. In dieser Studie wird die farbige Fläche des kolorierten Films im Kontext einer intermedialen Geschichte des Ästhetischen untersucht. Farbe als Attraktion, ostentative Materialität und Element medialer Selbstreflexion der Kunst tritt aus dieser Perspektive als eine Sinnfigur der chromatischen Moderne und der populären visuellen Kultur des frühen 20. Jahrhunderts hervor.


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