Fleischwissen
Zur Verdinglichung des Lebendigen in globalisierten Märkten

Contributor(s)
Hirschfelder, Gunther (editor)
Winterberg, Lars (editor)
John, René (editor)
Rückert-John, Jana (editor)
Schirmer, Corinna (editor)
Language
GermanAbstract
Fleischproduktion und Fleischkonsum stehen seit Ende des 20. Jahrhunderts zunehmend in der Kritik. Gesundheit, Tierethik und Klimawandel sind wesentliche Gründe. Fleisch ist sowohl zu einer Metapher für einen rücksichtslosen Umgang mit dem eigenen Körper als auch mit der globalen Umwelt geworden. Dabei sind tierische Produkte seit dem Beginn der Menschheit integrativer Bestandteil der Ernährung; sie genossen hohes Ansehen und waren Symbol für Wohlstand. Im 19. Jahrhundert wurde die Fleischproduktion allmählich industrialisiert, der Konsum stieg und wurde demokratisiert. Im Fokus standen bald weniger das Tier als seine Verwertbarkeit und die Produkte, die es lieferte. Das Lebendige wurde verdinglicht, und wir haben uns vom Fleisch entfremdet. Der Band zeichnet diesen Prozess nach und legt die gesellschaftliche, historisch gewachsene Logik von Fleischproduktion und Fleischkonsum offen.
Keywords
Geschichte; Ernährung; Agrarkultur, Agrargeschichte; Nutztiere; Veganismus; Fleischersatz; MaterialitätISBN
9783666302534, 9783647302539, 9783525302538Publisher
BrillPublisher website
http://www.brill.comPublication date and place
Göttingen, 2024Imprint
Vandenhoeck & RuprechtSeries
Umwelt und Gesellschaft,Classification
Interdisciplinary studies
Cultural studies
Consumerism
Animals and society
Agriculture, agribusiness and food production industries

